Will man die Steckelburg durch das Haupttor betreten, schießt der Gatekeeper sofort aus seinem Loch. Dort in der dunklen Höhle, aus der Gestank nach verwesendem Fleisch und Moder dringt, dass einem der Atmen stocken will, verbringt das schwarzzottelige Wesen sein Leben. Wie die Gatekeeper vor ihm und jene, die nach ihm den undankbaren Dienst verrichten. Sabbernd zerrt Gorm an der Kette. Doch er kommt von seinem stinkenden Loch nur bis hinüber ans andere Ende des großen Holztors. Er hebt den Kopf, schnüffelt, fletscht die ungezählten Zähne und knurrt heiser. Der schwarze Kerl mit dem Kopf eines Riesen und dem gedrungenen Körper eines verkrüppelten Hundes lässt keinen vorbei, dem er misstraut. Er zieht den Angstschweiß aller, die in die finstere Burg hinauf wollen, durch die Windungen seiner Nase und flitert jede böse Absicht aus. Und sei sie noch so klein. Er riecht, ob die Rindenfasern, mit denen der bucklige Korbflechter seine Körbe geflochten hat, verschimmelt sind, oder ob die Kartoffeln des Bäuerleins, das sich dort hinten das rutschige Pflaster hochmüht, faulen. Die kleinen Sünder lässt er murrend laufen. Doch den Mörder, der beim letzten Jahrmarkt als Gaukler verkleidet an ihm vorbei wollte, den zerriss er an Ort und Stelle. Den Guten zur Vergewisserung und den Bösen zur Warnung.