Wo das Christkind schlafen geht

Markus Karger + Sylvia Oster + Gerd Ungermann = TheodoBo (Foto: Jürgen Frisch)

Warum bringt für die einen der Weihnachtsmann, für die anderen das Christkind die Weihnachtsgeschenke? Wo hat der Adventskranz seinen Ursprung, wo der Weihnachtsbaum? Welche Advents- und Weihnachtsbräuche gibt es in Oberhessen? Markus Karger, Sylvia Oster und Gerd Ungermann erzählen von den Weihnachtsbräuchen, die sie bei der Vorbereitung ihrer Stadtführung „Tannenzweig und Lichterglanz“ entdeckt haben.

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Heute muss das Messer werden

Schmiedet das Eisen, solange es heiß ist: Stephan Lück.

An der Stirnseite der ehemaligen Hofreite in der Kellerstraße hat Stephan Lück seine Schmiede eingerichtet. Hier entstehen viele der mittelalterlich anmutenden Kunstgegenstände, die der 43-jährige über’s Jahr auf den Mittelaltermärken der Region feilhält. Links stapeln sich Holzpaletten. Rechts hängen Zangen, Sägen und anderes Werkzeug, ruhen Eisenstäbe und Stahlstücke auf selbstgebauten Haltern und Regalen. Im Hintergrund, eingefasst von hellen Schamottsteinen, züngeln noch immer Flammen aus der weißglühenden Kohle des Schmiedefeuers. Mitten in der Schmiede und doch nur einen Schritt entfernt von der Esse thront ein mächtiger Amboss. 175 Kilo wiegt der.

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Toleranz und Gewissensfreiheit

Stationen der Herrnhuter Brüdergemeine: zuerst auf der Ronneburg, dann in Marienborn und schließlich auf dem Herrnhaag

Schon im 18. Jahrhundert galten die Ysenburger Grafschaften als Freistatt des Glaubens. Offenheit und Toleranz gegenüber religiös Verfolgten wurden als Chance betrachtet, das durch Krieg und Krankheiten entvölkerte Land zu peuplieren. Der Historiker Dr. Klaus-Peter Decker hat sich in einem lesenswerten, sehr detailreichen Buch mit diesen Themen befasst. Vor einiger Zeit habe ich mit ihm über Toleranz und Peuplierung, Glaubensflüchtlinge und die Ysenburger Grafschaften gesprochen.

Die ganze Geschichte: Toleranz und Gewissensfreiheit

Dialekt ist Teil der Identität

Olaf Kromm, Mundartist

„Schwätzt Platt met de Kean, met de Nochbern, mem Lanroat, mem Parr un aach met de Zougeraaste. Schwätzt Platt – mier soi Owerhesse“, sagt Olaf Kromm. Er will nicht nur dazu beitragen, Mundart zu erhalten, sondern auch junge Menschen fürs Plattschwätze begeistern. Vor ein paar Wochen habe ich mit ihm gesprochen.

Die ganze Geschichte: Rettet die Mundart

Wetterauer Salz

Nachbau eines Siedeofens auf dem Gelände der Keltenwelt auf dem Glauberg

Salz. Für Mensch und Tier überlebensnotwendig. Ohne Salz können viele Körperfunktionen nicht aufrechterhalten werden. Die Kelten in der Wetterau widmeten sich vermutlich schon Jahrhunderte vor Christi Geburt der Gewinnung des weißen Goldes. In den Auen der Nidder, dreieinhalb Kilometer Luftlinie entfernt vom ehemaligen keltischen Fürstensitz auf dem Glauberg, finden sich noch heute salzhaltige Quellen. Da liegt die Frage nah, ob die Kelten, die auf dem weit ins Land hineinschauenden Hügel siedelten, diese Sole für die Salzgewinnung nutzten.

Die ganze Geschichte: Weißes Gold in der Wetterau

Von der Vergänglichkeit des Seins

Tempus vincit omnia.

Der November ist nicht nur ungemütlich, kalt und grau, sondern auch ein Monat voller Trauertage. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag erinnern an die Vergänglichkeit des Seins. Pfarrerin Sandra Hämmerle spricht im Interview über Bestattungskultur, trauernde Angehörige und den Sinn von Ritualen.

Hier geht’s zum Interview in voller Länge: „Du hast mich bei meinem Namen gerufen“.

Kunst und Handwerk

Axel Gallun schneidet Schablonen aus.

Wetterau. Das Unternehmen Pera Repa ist nicht leicht zu finden. Oder besser: Ich finde es nicht. Zweimal bin ich schon die Straße von Anfang bis zum Ende im Schritttempo entlanggefahren. Ganz offensichtlich an der Einfahrt vorbei. Aber beim dritten Mal klappt es. Dabei ist der Holz- und Metall verarbeitende Betrieb gut ausgeschildert.

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Der Wind trägt sie fort

Lautlos hebt der Ballon ab.

Wetterau. Das Wetter zeigt sich an diesem Morgen von seiner schönsten Seite. Sonnenschein, blauer Himmel, gute Fernsicht. Perfekte Bedingungen für eine Fahrt im Heißluftballon. Per Textmessenger am Abend zuvor die Nachricht: „Für morgen Früh passt alles. Treffen uns um 5.30 Uhr auf dem Supermarktparkplatz. Von dort aus fahren wir gemeinsam zum Startplatz.“

Die ganze Geschichte: Der Wind trägt sie fort 

Der Mann mit den Mickeymaus-Ohren

Nur durch Zufall wurde die keltische Anlage entdeckt. Die Bedeutung der Stelen bleibt bislang ungeklärt. (Foto: Kaltenschnee)

Glauberg. Sie ist weltberühmt, die Sandsteinstatue des Keltenfürsten vom Glauberg. Fast 2500 Jahre lag sie unentdeckt im fruchtbaren Wetterauer Ackerboden. Doch bei Ausgrabungen im Sommer des Jahres 1996 kam die Stele mit dem Mann mit den Mickymaus-Ohren zum Vorschein und sorgte weltweit für Schlagzeilen. Zu verdanken ist die Entdeckung der Stele aus der Eisenzeit unter anderem der Initiative dreier Heimatforscher, einigen Zufällen und unerwarteten Wendungen –  ein spannendes Drama in mehreren Akten.

Der Mann mit den Mickeymaus-Ohren: Die ganze Geschichte

Heißt du vielleicht Ofenloch?

Professor Hans Ramge in seinem Arbeitszimmer (Foto: Kaltenschnee)

Biebertal. Müller, Färber oder Schmied, Klein, Dürr, Lang oder Klug sind Familiennamen, die in ganz Deutschland verbreitet sind und deren Herkunft offensichtlich ist. Daneben gibt es Namen, die nur regional vorkommen und manchmal seltsam anmuten. Der Gießener Germanist und emeritierte Professor Hans Ramge hat sich zehn Jahre lang auf die Spur hessischer Familiennamen wie Klohoker, Anthes oder Trageser begeben und deren Bedeutung erforscht.

Die ganze Geschichte: Heißt du vielleicht Ofenloch?