Archiv des Autors: elkekaltenschnee

Jesus braucht neue Hände

Hände wie Fäustlinge

Der Kreuzsockel war an vielen Stellen aufgerissen, der untere Teil marode. Das tragende Sandsteinkreuz, auf dem die Jesusfigur lag, war an mehreren Stellen durchgerissen. Wind und Wetter, Korrosion, Moos und Flechten hatten der vier Meter hohen Sandsteinskulptur, den Figuren Jesus, Maria, Apostel Johannes und nicht zuletzt den Putten zugesetzt. Bei einer früheren Reparatur war ein gebrochenes Bein der Jesusfigur physiognomisch falsch zusammengefügt worden. Die Schäden ließen nur einen Schluss zu: Beim nächsten schweren Sturm hätte die hoch aufragende Kreuzanlage auf dem Friedhof des Karbener Stadtteils Kloppenheim umstürzen können. Also beschloss der Karbener Magistrat, die finanziellen Mittel freizugeben, um das Objekt zu sanieren.

Die ganze Geschichte gefällig? Bitteschöööön!

Sie fliegen wieder

Kaum zu sehen, aber sie sind da: Kranichformation über der Wetterau

„Wir treffen uns am besten am Beobachtungshäuschen auf der Burg bei Unter-Widdersheim“, sagt Kerstin Renner von der Naturschutzwacht des Forstamtes Nidda am Telefon. „So gegen 16 Uhr. Kurz vor der Dämmerung kann man dort oft Kraniche sehen, die auf dem Weg gen Süden in der Mittleren Horloffaue rasten.“

Hier gibt es „The long read“ – die ganze Geschichte also. 🙂

Aus der Wochenstube in die Disko

Adam Strecker päppelt Fledermäuse auf.

Tschakka! Die Mopsfledermaus ist Fledermaus der Jahre 2020-2021. Adam Strecker, der sich seit 25 Jahren dem Schutz der kleinen Säugetiere verschrieben hat, freut diese Nachricht. „Vor dem Krieg gab es auch in unserer Gegend noch viele Mopsfledermäuse, inzwischen sind sie rar geworden“, sagt er, während er aus dem Fenster in die Felder seines Heimatdorfes Ranstadt blickt.

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Wo das Christkind schlafen geht

Markus Karger + Sylvia Oster + Gerd Ungermann = TheodoBo (Foto: Jürgen Frisch)

Warum bringt für die einen der Weihnachtsmann, für die anderen das Christkind die Weihnachtsgeschenke? Wo hat der Adventskranz seinen Ursprung, wo der Weihnachtsbaum? Welche Advents- und Weihnachtsbräuche gibt es in Oberhessen? Markus Karger, Sylvia Oster und Gerd Ungermann erzählen von den Weihnachtsbräuchen, die sie bei der Vorbereitung ihrer Stadtführung „Tannenzweig und Lichterglanz“ entdeckt haben.

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Die Glücksbringerin

Dem Himmel ganz nah

Michaela Rühl ist eine gertenschlanke, blonde, junge Frau. Sie trägt Perlohrstecker, hat strahlend weiße Zähne und ein gewinnendes Lachen. Bei der Arbeit kleidet sie sich monochrom. Schwere schwarze Arbeitsschuhe, schwarze Cargohose, schwarzes Longsleeve, schwarze Weste, schwarzes Käppi, schwarze Handschuhe. Manchmal hat sie sogar schwarze Rußflecken im Gesicht, weil sie gelegentlich mit dem Handrücken über die Nase wischt.

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Heute muss das Messer werden

Schmiedet das Eisen, solange es heiß ist: Stephan Lück.

An der Stirnseite der ehemaligen Hofreite in der Kellerstraße hat Stephan Lück seine Schmiede eingerichtet. Hier entstehen viele der mittelalterlich anmutenden Kunstgegenstände, die der 43-jährige über’s Jahr auf den Mittelaltermärken der Region feilhält. Links stapeln sich Holzpaletten. Rechts hängen Zangen, Sägen und anderes Werkzeug, ruhen Eisenstäbe und Stahlstücke auf selbstgebauten Haltern und Regalen. Im Hintergrund, eingefasst von hellen Schamottsteinen, züngeln noch immer Flammen aus der weißglühenden Kohle des Schmiedefeuers. Mitten in der Schmiede und doch nur einen Schritt entfernt von der Esse thront ein mächtiger Amboss. 175 Kilo wiegt der.

Und hier geht’s zur ganzen Geschichte.

Toleranz und Gewissensfreiheit

Stationen der Herrnhuter Brüdergemeine: zuerst auf der Ronneburg, dann in Marienborn und schließlich auf dem Herrnhaag

Schon im 18. Jahrhundert galten die Ysenburger Grafschaften als Freistatt des Glaubens. Offenheit und Toleranz gegenüber religiös Verfolgten wurden als Chance betrachtet, das durch Krieg und Krankheiten entvölkerte Land zu peuplieren. Der Historiker Dr. Klaus-Peter Decker hat sich in einem lesenswerten, sehr detailreichen Buch mit diesen Themen befasst. Vor einiger Zeit habe ich mit ihm über Toleranz und Peuplierung, Glaubensflüchtlinge und die Ysenburger Grafschaften gesprochen.

Die ganze Geschichte: Toleranz und Gewissensfreiheit